Analytical Reviews

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EUR/USD Prognose für den 15. Januar 2026
05:34 2026-01-15 UTC--5

Am Mittwoch verharrte das EUR/USD-Paar weiter um das Niveau von 1,1645–1,1648. Eine weitere Konsolidierung unterhalb dieses Bereichs lässt Erwartungen aufkommen, dass der Rückgang in Richtung der Unterstützungszone von 1,1607–1,1612 fortgesetzt wird. Angesichts des aktuellen Aktivitätsniveaus der Händler scheint selbst diese Zone nicht wie ein "kurzfristiges Ziel" oder eine "leicht erreichbare Aufgabe" zu sein. Eine Konsolidierung oberhalb von 1,1645–1,1648 würde zugunsten der europäischen Währung wirken und ein gewisses Wachstum in Richtung des Fibonacci-Niveaus von 38,2 % bei 1,1686 nahelegen.

Das Wellenbild im Stundenchart bleibt unkompliziert. Die letzte abgeschlossene Aufwärtsbewegung konnte den Höchstpunkt der vorherigen Welle nicht überschreiten, während die jüngste Abwärtsbewegung das vorherige Tief durchbrach. Somit bleibt der Trend bärisch. Meiner Ansicht nach wird der Rückgang des Paares nicht langanhaltend oder stark sein, aber ein Ausbruch aus dem bärischen Trend ist jetzt erforderlich, um mit einem bullischen Anstieg zu rechnen. Basierend auf der aktuellen Chartstruktur würde ein solcher Ausbruch oberhalb der Marke von 1,1700 erfolgen.

Am Mittwoch hatten weder Bullen noch Bären einen klaren Vorteil im Markt, und die Stärke der Bewegungen erlaubt es nicht, das Wort "angegriffen" in irgendeinem Kontext zu verwenden. Der Markt ist nahezu vollständig immobilisiert, und keine Nachrichten jeglicher Art vermögen ihn zu bewegen. Gestern wurden in den USA der Erzeugerpreisindex und Einzelhandelsdaten veröffentlicht. Keiner der Berichte konnte die Händler interessieren. Über Nacht wurde bekannt, dass eine Militäroperation gegen den Iran vorerst abgesagt wurde. Während eines Briefings im Weißen Haus erklärte Donald Trump, er habe von verlässlichen Quellen erfahren, dass die Hinrichtungen von Demonstranten durch die iranischen Behörden gestoppt worden seien. „Wir werden die Situation genau beobachten und die erhaltenen Informationen verifizieren. Sollte sich herausstellen, dass diese falsch sind, wird eine Militäroperation durchgeführt. Angriffsziele wurden identifiziert,“ sagte der US-Präsident. Bis jetzt hat der Markt auf diese Nachrichten ebenfalls nicht reagiert. Die Spannung im Markt hat sich auf unvorstellbare Niveaus komprimiert. Früher oder später wird sie "schnappen".

Im 4-Stunden-Chart hat das Paar zum Unterstützungsniveau von 1,1649–1,1680 zurückgefunden. Ein erneuter Abprall aus diesem Bereich würde zugunsten der EU-Währung wirken und für ein Wachstum in Richtung des 0,0%-Korrekturlevels bei 1,1829 sprechen. Eine Konsolidierung unterhalb des Unterstützungsniveaus von 1,1649–1,1680 würde die Chancen auf eine Fortsetzung des Rückgangs in Richtung des nächsten Fibonacci-Levels von 38,2% bei 1,1538 erhöhen. Eine bärische Divergenz hat sich beim CCI-Indikator gebildet, was die Erwartungen auf einen weiteren Rückgang erlaubt.

Commitments of Traders (COT) Report:

In der letzten Berichtswoche haben professionelle Akteure 3.515 Long-Positionen eröffnet und 1.832 Short-Positionen geschlossen. Die Stimmung in der Gruppe der "Nicht-kommerziellen" bleibt dank Donald Trump und seiner Politik optimistisch und wird im Laufe der Zeit stärker. Die Gesamtanzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beläuft sich jetzt auf 298.000, während die Short-Positionen 135.000 betragen. Dies bedeutet einen mehr als doppelten Vorteil für die Bullen.

Seit dreiunddreißig aufeinanderfolgenden Wochen haben große Akteure ihre Short-Positionen verringert und Long-Positionen aufgebaut. Dann begann der "Shutdown" und nun sehen wir wieder das gleiche Bild: Professionelle Händler bauen weiter Long-Positionen auf. Donald Trumps Politik bleibt der bedeutendste Faktor für Händler, da sie zahlreiche Probleme schafft, die langfristige und strukturelle Konsequenzen für die US-amerikanische Wirtschaft haben werden, wie z.B. eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes. Händler befürchten einen Verlust der Unabhängigkeit der Fed im Jahr 2026 unter Druck von Trump, angesichts des Rücktritts von Jerome Powell.

Terminkalender für die USA und die Eurozone:

  • Eurozone – Endgültiges deutsches BIP für 2025 (09:00 UTC)
  • Eurozone – Veränderung der Industrieproduktion (10:00 UTC)
  • Vereinigte Staaten – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (13:30 UTC)
  • Vereinigte Staaten – Philadelphia Fed Business Outlook Index (13:30 UTC)

Am 15. Januar enthält der Wirtschaftskalender vier Ereignisse, von denen nur das deutsche BIP von Interesse ist. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung am Donnerstag wird schwach sein.

Prognose und Handelsempfehlung für EUR/USD:

Der Verkauf des Paares war nach einem Rückprall vom Niveau von 1,1686 auf dem Stundenchart möglich, mit Zielen bei 1,1648 und 1,1612. Diese Trades können heute offen gehalten werden. Käufe werden heute entweder bei einem Rückprall vom Niveau 1,1607–1,1612 auf dem Stundenchart oder nach einem Schlusskurs über 1,1645–1,1648 möglich, mit Zielen bei 1,1686 und 1,1731.

Fibonacci-Grid ist von 1,1492–1,1805 auf dem Stundenchart und von 1,1066–1,1829 auf dem 4-Stunden-Chart gezogen.

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