Eine beträchtliche Anzahl makroökonomischer Veröffentlichungen ist für Dienstag geplant, aber fast alle von ihnen sind von keiner echten Bedeutung. In Deutschland, der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten werden die zweiten Schätzungen der S&P-Geschäftsaktivitätsindizes für Dezember veröffentlicht. Zweite Schätzungen weichen selten von den ersten ab, und in den Vereinigten Staaten achtet kaum jemand auf die S&P-Indizes. Für Trader sind die ISM-Indizes viel wichtiger.
Der Inflationsbericht Deutschlands könnte die Aufmerksamkeit der Trader auf sich ziehen, wenn da nicht die jüngsten Ergebnisse wären. Sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union pendelt der Verbraucherpreisindex stabil um die 2%-Marke, die die EZB als ihr Ziel betrachtet. Daher hat die Inflation derzeit keinen Einfluss auf die Geldpolitik der EZB.

Für Dienstag sind mehrere grundsätzliche Ereignisse geplant, diese sind jedoch von sekundärer Natur. Beispielsweise hält Thomas Barkin, ein Vertreter der Fed, eine Rede in den Vereinigten Staaten. Es sei jedoch daran erinnert, dass Änderungen im Ton des geldpolitischen Ausschusses der Federal Reserve erst nach der Veröffentlichung der Dezember-Daten zu Inflation, Arbeitslosigkeit und dem Arbeitsmarkt erwartet werden sollten. Derzeit neigt die Fed zu einer Pause im Januar.
Ein weiteres aktuelles Thema auf dem Markt ist die Verhaftung von Nicolas Maduro und Trumps Pläne, "Ordnung" in Grönland und Kuba "wiederherzustellen". Insgesamt sahen wir gestern Abend die Reaktion des Marktes auf diese Ereignisse und Pläne. Der US-Dollar stieg leicht an, stürzte dann aber ab, da selbst erhöhte geopolitische Spannungen in Lateinamerika derzeit nicht ausreichen, um Händler zum Kauf des Dollars zu bewegen.
Am zweiten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare weiter steigen. Die ganze aktuelle Woche über dürfte der Dollar aufgrund einer Fülle von makroökonomischen Daten zu kämpfen haben, die ihm gefährlich werden könnten, und Montag hat bereits gezeigt, dass diese Befürchtungen nicht unbegründet sind. Für den Euro haben Händler einen exzellenten Handelsbereich bei 1,1745–1,1754, während es für das Pfund das Level 1,3529–1,3543 ist.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können starken Einfluss auf die Kursbewegungen der Währungspaare haben. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um scharfe Kursumkehrungen entgegen der vorangegangenen Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie zu entwickeln und ein ordentliches Geldmanagement sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
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